Kindersicherheit im Netz – Vorsicht ist besser als Nachsicht !

Ein wichtiges Thema, gerade in der heutigen Zeit.

Heute gehe ich auf das Thema Kinderschutz im Netz ein. Gerade in der heutigen Zeit, in der immer jüngere Teenager oder sogar noch Kinder schon im Netz unterwegs sind, ist es wichtig den richtigen Schutz und die entsprechenden Vorsage-Maßnahmen zu wählen. Bereits ab einem Alter von etwa 10 Jahren, haben viele Kinder ein eigenes Smartphone oder Tablet. Oft mit einer Internet-Flatrate verbunden, kann das surfen im Netz schnell gefährlich werden, ohne das die Eltern es mitbekommen.

Kinderschutzsoftware – für ein sicheres Internet für Kinder

Den meisten Eltern dürfte längst bekannt sein, dass das Internet keinesfalls einen virtuellen Spielplatz darstellt, auf dem sich Kinder gefahrlos austoben können. Laut einer Umfrage des Hightech-Branchenverbands Bitkom haben etwa 35% der Zehn- bis 18-Jährigen verstörende Online-Erfahrungen gemacht: Viele berichten, Opfer von Mobbing-Angriffen oder sexueller Belästigung geworden zu sein, andere seien auf erschütternde Gewaltvideos oder Pornographie gestoßen. Klar, dass solcherlei Studien für Unruhe bei verantwortungsbewussten Müttern und Vätern sorgen. Doch überzogene Schutzmaßnahmen, die eine strenge geistig-seelische Hygiene beim zart besaiteten Nachwuchs garantieren sollen, wie etwa einen generellen Internetverbot, sind Fehl am Platz. Viel mehr kommt es darauf an, dafür zu sorgen, dass das Surfverhalten des Kindes in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Hierbei sind spezielle Kinderschutzsoftwares sehr hilfreich: Sie sind darauf angelegt, das Kind vor unangemessenen Webinhalten abzuschirmen.

Kinderschutzprogramme als effektive Blockaden für zweifelhafte Inhalte auf Internetseiten

Grundsätzlich bieten explizite Kinderschutzprogramme Eltern weitreichende Möglichkeiten, um für Kinder – je nach Altersstufe – ungeeignete respektive nicht altersgerechte Internetangebote zu blockieren und nur geeignete Inhalte freizuschalten. Ob Inhalte dabei als geeignet oder ungeeignet zu deklarieren sind, liegt im Ermessen der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Die KJM zeigt sich auch für die Anerkennung von entsprechenden Jugendschutzprogrammen, die als spezielles Jugendschutzinstrument angelegt sind, verantwortlich. Damit allerdings der angestrebte Jugendschutz tatsächlich vorhanden ist, müssen die Anbieter mitspielen: Sie sind verpflichtet, entweder eine Programmierung unter Rücksichtnahme der Richtlinien zur Zugangserschwerung von sogenannten „entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten“ nach Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) zu realisieren oder den entsprechenden Kinderschutz vorzuschalten. Zwingend notwendig ist hierbei ein Zugang zum Internet, der nach den jeweiligen Altersstufen differenzier- und entsprechend einschränkbar ist. Neben Zeitgrenzen und sonstigen von den Eltern aufgestellten Regeln sind Jugend- bzw. Kinderschutzprogramme eine gute Variante, um für Kinder zweifelhafte Inhalte sozusagen auszublenden.

Kinderschutzsoftware: Anerkennung durch die KJM ist zwingend erforderlich

Wichtig ist, dass eine effektive Kinderschutzsoftware neben der Anerkennung durch die KJM über eine Vielzahl von Features verfügt, die ein hohes Maß an Sicherheit und Anwendungsfreundlichkeit bieten. So sollte eine entsprechende Softwarelösung bereits mit wenigen Klicks installiert und anschließend eingerichtet werden können. Dieser Punkt darf nicht unterschätzt werden: Sie wollen schließlich alles richtig einstellen, ohne jedoch dafür viele mühsame Stunden vor dem PC zu verbringen. Die Benutzeroberfläche sollte übersichtlich gestaltet sein und die Spitze einer logischen, pyramidenförmig aufgebauten Funktionshierarchie bilden, die eine intuitive Bedienung zulässt. Ein integrierter Einrichtungsassistent, der zum Beispiel die einfache Erstellung der jeweiligen Kinderprofile ermöglicht, darf ebenfalls nicht fehlen. Ebenso wichtig ist das Vorhandensein einer gut funktionierenden Altersklassifizierungsschnittstelle, da sowohl Webseiten als auch Internet-Portale ihre jeweiligen Inhalte nach unterschiedlichen Altersstufen klassifizieren.

Features: Von der differenzierten Altersstufen-Einstellung bis hin zur einstellbaren Surfzeit

Bei der Altersstufen-Einteilung sollten zumindest drei verschiedene Konten in eine gute Kinderschutzsoftware integriert sein. Erfahrungsgemäß hat sich diesbezüglich eine Altersstufen-Einstellung in drei verschiedene Gruppen (bis zwölf Jahre, von zwölf bis 15 Jahren sowie ab 16 Jahren) bewährt. So wird sichergestellt, dass die Kinder nur auf Internetseiten gelangen, die dem jeweiligen Alter entsprechen. Hilfreich ist es hier, wenn die Seiten in entsprechende Kategorien unterteilt sind. Das Kinderschutzprogramm der Deutschen Telekom AG z. B. ist in der Lage, über 100 Millionen Seiten entsprechend zu erkennen und in rund 60 verschiedene Kategorien abzulegen.

Dass Kinder – auch bei einwandfreien Inhalten – nur zeitlich begrenzt im Internet verweilen sollten, versteht sich in diesem Zusammenhang quasi von selbst. Anbieter guter Kinderschutzsoftware bieten bereits Funktionen für die zeitliche Begrenzung des Internetaufenthalts der Kinder an. McAfee Family Protection bietet bspw. ein integriertes Zeitplan-Tool an. Mit Hilfe dieses Tools können Eltern genau einstellen, wann und um welche Uhrzeit ihre Sprösslinge das Internet nutzen können.
Wie lange Kinder welchen Alters ungefähr vor dem Bildschirm verbringen sollten ist schwer festzulegen. Daher kann man sich die Richtzeiten von Medienpädagogen zur Hilfe nehmen, um die Zeiten für die Kinder sinnvoll und flexibel zu begrenzen.

Funktionen, die detaillierte und individuelle Einstellungen ermöglichen, generieren Mehrwert



Je nuancierter die funktionellen Eigenschaften einer Kinderschutzsoftware sind, desto besser können nicht nur die jeweiligen Schutzmaßnahmen greifen, sondern auch die Belange und Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden. So bieten hochwertige Programme oftmals sogenannte „Kinder-Wunschlisten“, in denen Kinder gesperrte Seiten eintragen, die durch die Eltern überprüft und gegebenenfalls freigeschaltet werden können. Dies ist gerade dann hilfreich, wenn zum Beispiel die eigene Familien-Homepage oder Präsenzen von Verwandten oder Freunden durch das Programm als nicht altersgerecht eingestuft wurden und daher für den Zugriff gesperrt sind. In diesem Zusammenhang ist auch das Vorhandensein einer Positiv- und Negativliste ein durchaus nützliches Feature. Eltern erhalten mit dem Erstellen solcher Listen die grundsätzliche Möglichkeit, gezielt Internetseiten freizugeben oder eben zu sperren und sich nebenbei ein – wenn vielleicht auch nur skizzenhaftes – Bild von den Surfvorlieben des Kindes zu machen.

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Quelle pixabay.com / PublicDomainPictures

Im Fokus sollte vor allem die Gruppe der sechs- bis zwölfjährigen Kinder stehen

Auch ein integriertes BPJM-Modul sollte im Gesamtpaket enthalten sein. Steht dieses zur Verfügung, werden prinzipiell die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indizierten Online-Präsenzen bzw. -Angebote konsequent herausgefiltert. Die Gründe für eine Indizierung sind im JMStV verankert und bei der Bundesprüfstelle auch einsehbar. Somit können Eltern absolut sicher sein, dass den „Kleinen“ der Zugang zu nichtaltersgerechten Inhalten verwehrt wird.

Da insbesondere Kinder bis zwölf Jahren noch nicht über das nötige Gespür für gefährliche bzw. gefährdende Inhalte verfügen, sollten Eltern des Weiteren darauf achten, dass der Surfbereich gerade für diese Altersgruppe unter besondere Beobachtung gestellt wird. Empfehlenswert sind Softwarelösungen, die über eine spezielle Suchmaschine für sechs- bis zwölfjährige Kinder verfügen. Dank einer Einrichtung dieser Art werden dann lediglich Seiten angezeigt, die zuvor bereits von diversen Medienpädagogen redaktionell explizit unter die Lupe genommen wurden. Hilfreich wäre hierbei die Option, dass die Ergebnisliste automatisiert sowie regelmäßig ergänzt, permanent überprüft und dementsprechend aktualisiert wird.

Expliziter Kinderschutz ist auch für das Tablet und das Smartphone verfügbar



Kinderschutzsoftware gibt es inzwischen in Hülle und Fülle. Allerdings ist es für die meisten Eltern gar nicht so einfach, den heimischen PC für die Nutzung von Kindern vorzubereiten und entsprechend zu sichern. Die Auswahl einschlägiger Programme benötigt – aufgrund der jeweiligen integrierten Funktionen – eine gewisse Zeit. Zudem ist schon lange nicht mehr der PC das alleinige Endgerät; ein explizites Kinderschutzprogramm muss auch im Hinblick auf das iPhone, Tablet oder Smartphone funktionelle Stärken mitbringen.

Im Folgenden sind einige empfehlenswerte Programme renommierte Hersteller aufgelistet:

– Telekom Kinderschutzsoftware: Mit dieser Software können Eltern Kinder und auch Jugendliche nachhaltig vor gefährdenden und zweifelhaften Internet-Inhalten schützen. Die Eltern verfügen bei dieser Kinder- und Jugendschutzsoftware über die Möglichkeit, ein jeweils altersgerechtes Surfen zu mehr oder weniger zu garantieren. So können je nach Alter Webseiten, Programme und Downloads blockiert oder freigegeben werden. Zudem können zum Beispiel auch Zeitlimits für die Internet-Nutzung und das Surfen im Web gesetzt werden.
– Windows 7 Jugendschutz: Mit dem von Microsoft entwickelten Programm können die Eltern Programme sowie auch Spiele auf den internen Index setzen und sperren. Zudem können sie für Spiele grundsätzlich eine entsprechende Altersfreigabe definieren und festlegen. Besonderes Feature: Mittels eines Wochenplans können Nutzungszeiten für das Kind oder auch für mehrere Kinder bereits im Vorfeld detailliert bestimmt werden. Übrigens: Das eigentlich für Windows 7 konzipierte Kinderschutzprogramm läuft auch unter Windows Vista.
– Windows Live Family Safety: Bei dieser Variante von Microsoft handelt es sich um ein Sicherheits-Tool mit Fernwartung, die über die Cloud-Anbindung ermöglicht wird. Es können Nutzungszeiten bestimmt sowie Software-Einschränkungen und Webseitenfilter festgelegt werden. Das Programm bietet zudem einen ausführlichen Statistik-Teil, der zum Beispiel die jeweilige Nutzungsdauer anzeigt.
– Aus die Maus: Die Stärke des Programms ist das umfassende Zeitmanagement-Tool, mittels dessen die Eltern Zeitgutscheine vergeben können. Allerdings können keine Spiele oder Webseiten gesperrt werden. Diese Software ist vor allem in Kombination mit anderen Tools effektiv nutzbar.
– Parents Friends: Wer noch ein älteres Windows-System nutzt, findet mit der kostenlosen Software Parents Friends einen guten Kinderschutz. Nutzungszeiten, erlaubte Programme und Webseiten lassen sich festgelegen, zudem kann der Systemzugriff eingeschränkt und der Taskmanager gesperrt werden.
– Apple: Auch der iPod, das iPad und das iPhone (ab iOS-Version 6) können kindersicher gemacht werden. Es können Dienste und Anwendungen auf dem iDevice sperren lassen. Zudem steht ein spezieller, für Kinder konfigurierter Browser zur Verfügung.
– Kids Place für Android: Diese Gratis-App stammt aus dem Google Play Store. Mit ihr können Anwendungen gesperrt und Zeitschlösser für eine limitierte Nutzungsdauer eingestellt werden.
– JuSProg: Diese Alternative ist als Freemium-Modell erhältlich. Sie lässt dabei – je nach Altersklasse – lediglich das Anzeigen kindgerechter Webseiten zu.

Wer allerdings umfassenderen Schutz möchte, muss die kostenpflichtige Premium-Version erwerben. Die wartet mit einem zusätzlichen Filter für „Abzocke-Seiten“ und „Werbefallen“ auf. Zudem können bestimmte E-Mail-Funktionen gesperrt und Filesharing-Plattformen unzugänglich gemacht werden.

 

Eure Nina

 

Bildquelle Beitragsbild Maus auf Laptop: pixabay.com / condesign

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