Stillen – Mein absolutes Muss in der Sauglingsernährung

Stillen nach Bedarf, immer!

 
Die Stillzeit ist bei uns zwar schon etwas her aber ich möchte trotzdem ein paar Worte darüber verlieren. Es war eine schöne Zeit, wenn auch nicht ganz einfach. Mein Sohn war beim Anlegen anfangs alles andere als ruhig. Jede Stillmahlzeit war fast eine Herausforderung und dennoch habe ich es durchgezogen und bin stolz auf mich.

Ich habe nach den ersten Versuchen nicht gleich das Handtuch geworfen und mir eingeredet die Milch würde nicht reichen oder das mein Kind nicht satt wird. Schon in der Schwangerschaft war ich mir sicher das ich stillen möchte und habe mich reichlich darüber informiert. Im Krankenhaus scheute ich nicht davor, die Hebammen um Hilfe zu bitten. Auch zuhause habe ich meine Nachsorgehebamme jedes mal mit Fragen zum Thema Stillen überhäuft. Ein gutes Buch durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich hatte mir das Buch “Das Stillbuch” gekauft und dieses Buch war der beste Helfer in unserer Stillzeit. Oft höre ich von Frauen, das sie nicht stillen können weil das Kind wohl nicht akzeptiert, dass es nur aller 4 Stunden trinken darf oder ähnliches. Sogar manche Ärzte reden dann den Müttern ein, es wäre besser, auf künstliche Nahrung umzustellen sobald man denkt, dass das Kind nicht satt wird. Traurig, denn gerade Ärzte sollten doch wissen das die Muttermilch das beste ist.
Oft greifen Frauen viel zu früh zur Milchpumpe oder gar zur Flasche zwischendurch. Dies alles sind Dinge die den Abstillprozess einleiten. Erfolgreiches Stillen kann nur funktionieren, wenn man sich auf die eigenen mütterlichen Instinkte und die des Kindes verlässt. Am Anfang habe ich mich auch verrückt gemacht und leider viel zu sehr auf andere gehört. Irgendwann habe ich mir gesagt, dass das doch nicht sein kann das es bei uns so kompliziert ist und das es eine Lösung geben muss. Bei anderen Frauen klappt es ja auch wunderbar. Schließlich bin ich auf die Lösung gekommen. Einfach stillen! Nicht nachdenken und sich Sorgen machen, sondern einfach das Kind anlegen sobald es gestillt werden möchte. Und dann ging es plötzlich viel angenehmer und ruhiger. Ich habe also einfach nicht mehr auf die Uhr geschaut. Der wichtigste Punkt für mich, für eine erfolgreiche Stillbeziehung: Nicht auf die Uhr schauen und dem Kind vertrauen.
Ich kann also aus Erfahrung sagen, das Dinge wie, ein zeitlicher Rhythmus, Milchpumpe und Co. totaler Quatsch sind und alles andere sind als gute Hilfe. Mein Sohn hat sich wunderbar entwickelt und wurde immer satt. Ich bin davon überzeugt, dass fast jede Frau stillen kann wenn sie es nur will. Ob das jede Mutter möchte ist eine andere Frage und natürlich jedem selbst überlassen. Für alle anderen Mütter, die gerne stillen möchten und ein paar Ratschläge suchen, soll der Beitrag etwas motivieren nicht gleich aufzugeben. Damit das auch so wunderbar klappt wie bei mir, kommen hier ein paar Tipps für eine gute Stillzeit.
 

 

Ein paar hilfreiche Tipps:

Vertraue auf deine eigenen Fähigkeiten, bleibe entspannt – so gelingt das Stillen am besten.

 

  • An einem ruhigen Ort stillen, TV, laute Gespräche oder neugierige Leute stören
  • Zu jeder Stillmahlzeit beide Seiten anbieten
  • So oft anlegen, wie das Baby trinken möchte
  • Das Baby zeigt von selbst wann es satt ist, es schläft ein oder lässt die Brust einfach los
  • Setz dich nicht unter Druck und mach dir keiner Sorgen
  • Lass dich nicht von andren unter Druck setzen
  • Auch wenn das Baby mal nicht trinken will, keine Sorge, es meldet sich von selbst
  • In den ersten Lebenstagen oder auch Wochen ist es ganz normal, dass das Baby häufig trinken möchte
  • Je mehr Nachfrage, desto mehr Angebot
  • Als Mutter musst du dich auch mal entspannen und sollst dich ruhig gut ernähren
  • Viel trinken und noch mehr trinken!
  • In der ersten Zeit ist es normal das sich Entzündungen bilden, das vergeht bald wieder
  • Scheue dich nicht in der Öffentlichkeit zu stillen, es gibt wunderbare Stilltücher die alles verdecken
  • Eine gute Stillbeziehung braucht ihre Zeit
  • Ein Stillkissen kann gute Abhilfe bei den richtigen Stillpositionen leisten
  • Nicht erst Anlegen wenn das Baby bereits weint, es gibt vorher Signale die verraten das es hungrig ist, wie z.B. suchende Bewegungen mit dem Köpfchen, Fäustchen in den Mund stecken
  • Lass dein Baby auch so nicht schreien, es lernt dadurch nur, dass es seine Bedürfnisse erst gestillt bekommt, wenn es eine zeit lang lautstark geschrien hat, dies ist auch negativ für die Stillbeziehung

 

 

Es gibt noch viele andere hilfreiche Tipps. Ein gutes Buch kann sehr wertvoll sein. Ich selbst erinnere mich gern zurück an die Zeit. Ich habe nicht gleich aufgegeben und mein Ding einfach durchgezogen, nicht auf andere gehört und mir selbst vertraut. Das war das wichtigste dabei, denn manche Mütter kennen bestimmt dieses Phänomen, dass andere immer ungewollt rein quatschen und einen damit verunsichern.

 

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  2 comments for “Stillen – Mein absolutes Muss in der Sauglingsernährung

  1. 19. September 2014 at 19:19

    Tja, hätte ich blos damals mit dir gesprochen. Bei mir lief das alles andere als angenehm. Für mich war in der Schwangerschaft klar, dass ich auch stillen will – eine andere Möglichkeit gab es für mich nicht. Als meine Große dann da war, hat es aber einfach nicht geklappt. Ich kann ich auch nicht an irgendeinen Milcheinschuss erinnern. Meine Tochter hatte dann auch ziemlich abgenommen und ich sollte zufüttern. Hab das dann auch gemacht und muss sagen, dass ich mich etwas alleine gelassen gefühlt habe. Ich musste eine Waage holen, meine Tochter vor und nach dem Stillen wiegen und dann zufüttern, wenn sie zu wenig getrunken hatte. Das war furchtbar und hat immer ewig gedauert.
    Deine Tipps sind daher auf jeden Fall gut. Ich denke, wenn man sich auf seinen Körper und das Kind verlässt, dann klappt es auch. Aber ich hab mich damals einfach verrückt gemacht.

    Zum Thema Stillen habe ich auch schon einen Beitrag geschrieben (ist oben verlinkt), weil mich das Thema auch jetzt noch manchmal beschäftigt, obwohl meine Mädels schon 10 und 8 Jahre alt sind.

    Danke für diesen tollen Beitrag, ich hoffe, dass viele Schwangere ihn lesen und sich dann durch nichts aus der Ruhe bringen lassen!

    Liebe Grüße
    Rebecca

    • 22. September 2014 at 13:21

      Liebe Rebecca, schade das es bei manchen Frauen einfach nicht klappen will. Man muss sich deswegen aber keine Vorwürfe machen. Wenn man es versucht und es einfach nicht klappen will, dann ist es manchmal besser den Weg des kleinsten Widerstandes zu gehen. Viele Frauen werden aber auch von den Hebammen im Krankenhaus nicht richtig über das Thema Stillen informiert, auch schade. Liebe Grüße Nina

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