Vereinbarkeit und Bloggen, wie macht ihr das nur?

Heute Vormittag startete meinen Tag mit dem Satz ,,Man, diese Vereinbarkeitskacke raubt mir noch den letzten Tweet,, bei Twitter. Es ist in der Tat so, dass ich letzte Woche einfach nicht zum bloggen gekommen bin oder zu sonst irgendetwas im Bloggeruniversum. Wir hatten letzte Woche den Jackpot in Sachen Vereinbarkeit. Das Kind war oder ist immer noch krank.

Bis jetzt habe ich das Thema Vereinbarkeit immer etwas belächelt. Geht doch alles solange man sich gut einteilt, dachte ich. Tja und dann war unser kleiner Mann einfach krank und konnte nicht in die Betreuung. Ich lernte also kennen was es wirklich heißt, Job und Familie unter einen Hut zu bringen und das ohne Fremdbetreuung. Wir haben beide nicht krank gemacht, weil wir das einfach nicht wollten. Ich bin noch in der Probezeit und wollte das meinen Kollegen einfach nicht antun. Mein Partner kann auch nicht zuhause bleiben da er nun mal keinen Nullachtfünfzehn-Job hat. Tja und da war es, das Problem und der Versuch es zu lösen.

Was haben wir also gemacht? Wir haben uns eingeteilt so gut es ging und das sah dann folgendermaßen aus. Wir haben uns die Klinke in die Hand gegeben. Wenn ich von Arbeit kam, ist er zur Arbeit gefahren und anders herum. Alles in einem Zeitfenster von täglich 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Derjenige, der gerade zuhause war, hat sich um den kleinen kranken Mann gekümmert. So weit so gut, nur das dabei absolut keine Zeit für andere Sachen blieb. Ich kam einfach nicht dazu mich an den Laptop zu setzten und mal nach mein Blog zu schauen, geschweige denn etwas zu schreiben oder zu posten. Eigentlich ja nicht so schlimm, denkt man sich wahrscheinlich jetzt. Ich frage mich nur wie machen das die anderen bloggenden Mamis.

Mamablog

Es scheint als würde es jede Bloggermom schaffen, sich immer noch etwas Zeit zum Bloggen frei schaufeln zu können und ich frage mich was ich falsch mache. Ich meine, wenn ich 20.00 Uhr von der Arbeit nach Hause komme, ist bei mir nun mal nur noch eine Dusche und ein Abendessen drin und dann fallen mir eigentlich schon die Augen zu. Achja, etwas Smalltalk und Zeit für den Partner ist auch noch drin aber das beschränkt sich maximal auf eine halbe Stunde Gespräch zwischen Wäscheberg und dem Abwasch.

Ich war mit meinem Sohn zwei Jahre zuhause und hatte natürlich zwischendrin immer wieder Zeit mich im Bloggeruniversum rumzutreiben. Aber jetzt, wo der Begriff Vereinbarkeit ständig über meinem Kopf und unserem Familienleben schwebt, ist es sehr schwer sich Zeit für das geliebte Hobby zu nehmen. Das Kind und die Familie gehen nun mal vor. Arbeiten gehen irgendwie auch…

Mein Tag hat nur 24 Stunden und ich habe immer mehr das Gefühl, dass der Rest der Welt mehr als 24 Stunden hat. Wie macht ihr anderen Bloggermamis das nur? Geht ihr nicht arbeiten? Schläft euer Kind mittags so lang oder beschäftigen sich eure Kids einfach auch mal allein? Wenn mein Sohn nicht in der Betreuung und zuhause ist, ist es einfach nicht möglich leuchtende Elektrogeräte auf dem Tisch auszupacken. Er würde es nicht akzeptieren, dass ich mal kurz etwas schreiben muss. Er würde mitmachen wollen und wahrscheinlich seinen Tee aus Versehen über den Laptop kippen. Ich kann das also nur, wenn der kleine Mann noch in der Betreuung ist oder schon im Bett liegt.

Vielleicht bin ich auch einfach nur ein Mensch der zuviel Schläft. Ich sollte das wahrscheinlich einkürzen und einfach ein paar Energydrinks zu mir nehmen. Vielleicht mach ich mir auch einfach nur zuviel Gedanken!

Den Blog aufgeben? Niemals! Es ist ein Projekt in dem Herzblut steckt. Es ist ein Hobby, welches mich immer wieder begeistert und an das ich oft denken muss während ich auf Arbeit bin und mich nach dem nächsten freien Tag sehne um mich endlich wieder darum zu kümmern. 

Vielleicht komme ich noch dahinter und vielleicht hat jemand in Bloggerhausen einen Tipp für mich….

Eure Nina

 

  4 comments for “Vereinbarkeit und Bloggen, wie macht ihr das nur?

  1. 28. Juni 2015 at 17:57

    Danke für den Post! Ich komme auch kaum noch zum Bloggern, geschweige denn Twittern, seit ich wieder arbeite. In der Elternzeit habe ich zweimal pro Woche gebloggt, jetzt noch so zweimal pro Monat, wenn es gut läuft. Überlege auch ernsthaft, den Blog einzufrieren…

    • 29. Juni 2015 at 11:27

      Ist irgendwie doof oder, ein blödes Gefühl hat man schon bei dem Gedanken den Blog einzufrieren. Deswegen werde ich es nicht tun. Wenn man mal eine oder zwei Wochen nichts bloggt, wird das den treuen Lesern denke ich nichts ausmachen oder ich hoffe es zumindest. Trotzdem fühlt man sich immer als könnte man mit den anderen nicht mithalten und das ist auch schon irgendwie doof. LG Nina

  2. 28. Juni 2015 at 21:35

    Hallo Nina,
    ich kenne diese Probleme nur zu gut. Zwar bin ich in der Bloggerwelt erst einige Zeit, aber davor hatte ich ähnliche Nöte. Okay, ich bin Lehrerin und da denkt jeder, na ja, die hat nachmittags frei – falsch, denn die meisten Schulen sind mittlerweile im Ganztagsbetrieb. Daher habe ich seit 20 Jahren einen 3-Schicht-Tag: morgens Schüler, nachmittags Kinder (3) und Haushalt und ab 20:30 h Schreibtischarbeit, um den nächsten Schultag vorzubereiten. Und trotzdem habe ich es immer geschafft, mir kleine Freiräume zu gönnen, ohne die elektronische Großmutter.
    Mein Tipp und meine Strategie: plane jeden Tag eine halbe Stunde für dich ein und ignoriere alle möglichen Störungen, selbst die Kinder akzeptieren das Ritual mit der Zeit!
    Häufig habe ich deinen Spruch ausgeweitet – der Tag hat 24 Stunden und wenn das nicht reicht, dann nehme ich die Nacht dazu (aber bitte nur in Ausnahmefällen).
    Liebe Grüße … hab‘ es fein Daniela

    • 29. Juni 2015 at 11:30

      Hallo Daniela,
      das mit den Freiräumen schaffen ist gar nicht so einfach aber ich habe mir dazu Gedanken gemacht. Mein Sohn ist ja gerade mal 2 Jahre alt und so wird es erstmal schwer ihm das mit dem Freiraum klarzumachen. Jedoch habe ich ja auch noch einen Partner und der wird es sicherlich auch verstehen wenn ich mir am Abend die Zeit nehme…mal schauen wie das so wird 🙂
      LG Nina

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