Wir und das Stressfest…

Es ist soweit. Weihnachten hat uns voll im Griff. Es ist noch nicht mal Heiligabend und doch bin ich rund um die Uhr beschäftigt. Die Vorbereitungen werden ja immer unterschätzt und aufgeschoben bis kurz vor knapp.

Der Dezember ist Jahr für Jahr der stressigste Monat. Die halbe Familie hat im Dezember Geburtstag, dann noch das Weihnachtsfest und nicht zu vergessen der Jahreswechsel. Jedes Jahr aufs Neue versuche ich zeitig mit den Vorbereitungen anzufangen und doch bekomme ich das nie hin. Mann muss ja schließlich auch noch arbeiten und ein Kind ist ja auch noch da.

Ich habe alles wieder aufgeschoben und nun habe ich den Salat. Ab morgen ist der Kalender bis zum neuen Jahr randvoll und ich habe tatsächlich jetzt gerade mal ein paar Minuten, um für euch den wahrscheinlich letzten Post für dieses Jahr zu schreiben.

Das Weihnachtsfest ist immer wieder ein einziges Stressfest. Die Eltern meines Partners und auch meine Eltern sind getrennt, so dass die Großelternzahl meines Sohnes sich verdoppelt. Ich selbst habe 4 Geschwister und auch die Familie meines Freundes ist nicht gerade klein. Wir sind also die Feiertage über damit beschäftigt, sämtliche familiären Stationen abzuarbeiten. Zu jeder Mahlzeit sitzen wir dann an einem anderen Tisch bei einem anderen Familienteil. Heiligabend wollen natürlich immer alle zusammen sein und so passiert es Jahr für Jahr, dass das Wohnzimmer am 24. Dezember aus allen Nähten platzt.

Immer wieder nehmen wir uns es vor, es im nächsten Jahr anders zu machen. Und auch bereits in diesem Sommer schmiedete ich schon meine Pläne. Ich hatte mir vorgenommen am Heiligabend nur zu dritt zu verbringen. Unsere kleine Familie ganz besinnlich und entspannt unterm Weihnachtsbaum. Schön diese Vorstellung! Leider wurde meine Vorstellung nicht nur im Keim erstickt, sie wurde gefühllos in der Luft zerfetzt.

Meine Schwiegermama tat mir leid, so dass ich sie doch darum bat, am Heiligabend zu uns zu kommen. Mein Papa hat auch nur an diesem Tag Zeit, also kommt er auch mit Freundin. Und auch meine kleine Schwester kann nur an diesem Tag, da sie und ihr Freund ja noch zu seiner Familie an den anderen Festtagen müssen. Am Montag überraschte mich meine große Schwester dann mit der Nachricht, dass sie und ihr Sohn über die Feiertage zu uns kommen…Eigentlich wie jedes Jahr und spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag sitze ich mit einem Nervenzusammenbruch irgendwo in einer Ecke und esse Schokolebkuchen.

Jaaaa, also meine Vorstellung ist verpufft, einfach so.

Die anderen Feiertage reisen wir dann noch zu den restlichen Familienmitgliedern, denn die sind ja auch wichtig. Meine Oma, die Oma und der Papa von meinem Freund, alle wollen uns zum Weihnachtsfest zu Gesicht bekommen. Und das ist ja gerade das schöne daran. Man feiert mit der ganzen Familie. Leider nicht mit allen Familienmitgliedern. Meine älteste Schwester kann leider nicht kommen mit ihrer Familie. Ein Grund mehr um das Weihnachtsfest im nächsten Jahr auf die Insel Amrum zu verlegen. Weg vom Stress und das Weihnachtsfest mal genießen ohne 3 mal am Tag in das Auto zu steigen. Das ist bis jetzt noch eine Wunsch-Vorstellung. Ich hoffe ich bekomme das im nächsten Jahr mal hin.

Dieses Jahr wird es auf jeden Fall wieder voll laut und wunderbar unentspannt mit ganz viel Besinnlichkeit. Wenn mein Blutdruck nicht schon explodiert wäre, würde ich mich wahrscheinlich mehr freuen. Aber ich sitze jetzt hier, haue wie eine angestochene in die Tasten und bin eigentlich Gedanklich schon im Keller bei der Weihnachtsbaum-Dekoration.

Die Geschenke für meine Nichte und meinen Neffen habe ich gerade mit dem letzten Klebeband versehen und drücke im nächsten Moment schon wieder auf den Knopf der Kaffeemaschine, um genug Koffein intus zu haben, damit ich nachher den Weihnachtsbaum ordentlich mit meinem Sohn schmücken kann. Oh nein, da fällt mir gerade ein, seine Geschenke habe ich ja auch noch nicht eingepackt…

Ihr seht also, ich bin meinem Puls bereits hinterher gesprungen, auf dem Weg aus dem Häuschen und meinem Körper. Ich hoffe ihr habt alle ein weniger stressiges Weihnachtsfest und könnt die Feiertage mit euren Liebsten genießen. Wenn ich nach den Festtagen meine innere Mitte wieder gefunden habe, wird Philinsmom neues Leben eingehaucht und ich werde wieder fleißig in die Tasten hauen.

Ich wünsche allen ein wunderschönes Weihnachtsfest…

Eure Nina

Bildquelle: pixabay.com / blickpixel

  2 comments for “Wir und das Stressfest…

  1. 20. Dezember 2014 at 13:24

    Meine liebe Nina, du hast wirklich viel um die Ohren. Das stimmt… Die Weihnachtsfeiertage sind stressig, aber auch einzigartig und wunderschön. Ich wünsche dir eine tolle Zeit mit deiner Familie. 🙂
    Liebe Grüße,
    Mihaela

  2. 6. Januar 2015 at 13:10

    Hey, da hattet ihr ganz schon viel vor! Ich hoffe, es war alles gut und du hast trotzdem ein paar Momente der Ruhe gefunden 😉

    Liebe Grüße
    Nicole

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