AUF IN DIE EWIGKEIT #2 – eine freie Trauung…

Eigentlich wollten wir uns ja jede menge Zeit lassen bei den Hochzeitsvorbereitungen. Eigentlich wollten wir das Thema erst angehen sobald wie mit dem Hausbau fertig sind. Wir wollten erst das eine und dann das andere erledigen. Erledigen, das hört sich jetzt mal so ganz unromantisch an. Es hört sich an als wäre es nur ein Punkt auf unserer To-Do-Liste. Aber so ist es natürlich nicht. Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, so wie für alle anderen Paare auch die sich das Ja-Wort geben wollen.

Genau aus diesem Grund brennt es mir eben doch etwas untern den Nägeln. Wir hatten uns geeinigt, die Hochzeit erst zu planen wenn wir das gerade aktuelle große Projekt beendet haben. Wir wollten im Stress des Hausbaus die Vorbereitungen nicht stiefmütterlich behandeln. Unsere Befürchtungen waren, dass wir die Hochzeit dann nur notgedrungen planen würden, weil wir mit dem Kopf eigentlich gerade beim Eigenheim sind. Aber genau das ist es, was es für mich gerade schwer macht. Ich habe das Gefühl, dass wir die Hochzeitsvorbereitungen zu lang heraus schieben und dass dann jegliche Romantik verloren gegangen ist. Ich bin in Gedanken immer mal wieder bei gewissen Punkten die eine Hochzeit für mich ausmachen und merke wie sehr ich doch die Sache gern angehen würde. Ich stöbere immer wieder im Netz nach Locations und Brautmoden. Ich durchsuche immer wieder Pinterest nach guten Impressionen zum Thema Hochzeit und schwärme dann vor mich hin.

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und so kommt es schon mal vor, dass es irgendwann aus mir heraus sprudelt. So auch am letzten Freitagabend. Ich konnte nicht anders und brachte das Thema wieder auf den Tisch und so wurde es eine lange Unterhaltung mit vielen inspirierenden Ideen. Aber nicht nur weil es mir unter den Nägeln brennt, auch weil wir uns wohl so langsam wirklich mal Gedanken machen müssen, denn wenn wir unsere komischen Ideen wirklich so umsetzen wollen, werden wir die richtige Location zeitig buchen müssen. Im groben haben wir schon einen Plan und wissen genau was wir wollen. Bei fast allen anderen Themen die wir gerade gemeinsam entscheiden müssen, sind wir eigentlich immer geteilter Meinung. Gerade beim Hausbau merkt man extrem, dass wir zwei gegensätzliche Menschen sind, die sich anscheinend dann doch sehr anziehen. Die Wandfarbe die er schön findet, finde ich einfach furchtbar und umgekehrt…. Genau deswegen sind bei uns auch schon mal die Fetzen geflogen. Wir können uns schwer auf eine Sache einigen. Der einfachste Weg dabei ist, dass jeder seinen Bereich bekommt den er bestimmen darf und so wird am Ende dann doch etwas daraus.

Ganz anders ist es bei uns beim Thema der Hochzeit. Natürlich haben wir schon oft darüber gesprochen und jedes Mal fällt mir auf, dass wir bei dieser Sache immer einer Meinung sind und fast die gleichen Vorstellungen haben. So wurde aus einer eher unaufregenden Unterhaltung schnell einer grober Plan. Für uns steht auf jeden Fall fest, dass wir keine traditionelle Hochzeit wollen so wie es die meisten machen. Wir sind Individualisten und leben das auch sehr stark aus. Ein Blick in unsere aktuelle Küche reicht aus um uns grob einschätzen zu können. Wir sind uns also beide einig, dass unsere Hochzeit etwas anderes werden soll und so wird die erste Suche wahrscheinlich die Suche nach einer guten Location sein. Ich habe die Vermutung, dass die guten Locations, oder die paar die es hier im Umkreis gibt, schnell ausgebucht sind und so liegt es nahe, dass wir uns wohl jetzt schon auf diese Suche machen sollten. Wir wollen gern im nächsten Jahr im Mai oder Juni die Fete unseres Lebens feiern und es soll auf jeden Fall eine Hochzeit im Freien sein. Das beschränkt die Suche nach einer Location natürlich schon sehr. Wenn wir also in einem Jahr heiraten wollen, werden wir uns wohl jetzt schon den Standort aussuchen müssen um zu checken ob die gewünschten Termine überhaupt noch zu haben sind…Und so kommen wir zu dem Punkt an dem wir die Hochzeitsvorbereitungen dann eben doch jetzt schon angehen sollten. Die Location wartet eben nicht auf uns, das Datum auch nicht…

Warum machen wir nicht als ersten den Termin auf dem Standesamt aus? Weil wir auf das Standesamt weitestgehend verzichten wollen! OMG was? Ja, wir wollen nur zu zweit ein paar Tage oder Wochen vorher zum Standesamt gehen um es natürlich offiziell zu machen. Die eigentliche Trauung soll dann im gefunden Garten der Location symbolisch durch einen freien Redner ersetzt werden. Wir finden das viel romantischer und individueller, denn wir sind beide keine Freunde von den meist unschön eingerichteten und viel zu strengen Räumen eines Standesamtes und finden auch den unnötigen Umweg erst dort hin und dann später zur Location eher nervig. Meist wird die Familie erst zum Standesamt geschliffen, damit diese sich danach 3 Stunden langweilen muss bis die eigentliche Feier erst losgeht. Unserer Meinung nach ein echter Killer für jede Partystimmung. Die geladenen Gäste und natürlich die Familie und die engen Freunde sollen keine Langeweile verspüren müssen und werden so gleich am Nachmittag zur Location gebeten in der die kleine und symbolische Trauung im angrenzenden Garten stattfinden soll.

So oder so ähnlich sind unsere Vorstellungen und wir haben noch jede Menge andere Ideen bei denen wir auf alle traditionellen Dinge verzichten wollen. So sind zum Beispiel eine Hochzeitstorte oder ein Brautstrauß Dinge auf die ich eher verzichten kann. Man soll auf unserer Hochzeit merken, dass wir den Tag selbst und mit eigenen Ideen geplant haben ganz so wie es uns gefällt und ohne jeglichen überflüssigen Gesten die einem aufgezwungen werden. Aber ich will natürlich noch nicht zu viel verraten….Wichtig ist gerade, dass wir uns einig sind und die Ideen auf jeden Fall da sind. Damit wir unsere Traum-Location bekommen, haben wir beschlossen doch jetzt schon mit den wichtigen Vorbereitungen zu beginnen… 

 

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