Wusstet ihr eigentlich? #1

Philinsmom Blog

Was wisst ihr eigentlich über mich? Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht einschätzen was ihr alles über mich wisst und doch möchte ich, dass ihr über mich mehr wisst als nur dass ich noch eine weitere Tante bin die im Internet ihren Senf abgibt. Man hat als Blogger irgendwann eine Routine und geht viele Posts ähnlich gleich an. Man überlegt sich etwas interessantes oder aber man schreibt sich einfach so die Sorgen von der Seele weg. Man schreibt und schreibt und irgendwann bemerkt man, dass man schon jede Menge Post veröffentlicht hat und eigentlich gar nichts so richtig über sich selbst erzählt hat. Die einen finden es ganz gut, wenn sie sich eher bedeckt halten und somit ihre Privatsphäre schützen, die anderen teilen gern auch private Dinge mit euch und ich, ja ich möchte dass ihr über mich Bescheid wisst und wisst mit wem ihr es hier zu tun habt.

Sobald ich das erste Mal auf einen fremden Menschen treffe passiert meist folgendes. Ich schaue irgendwie immer ernst und nachdenklich und sprenge damit den ersten Moment der Begegnung. Ich kann meinen blöden Blick nicht abstellen, er ist einfach so drin. Die erste Begegnung mit einer neuen Bekanntschaft ist daher immer erstmal etwas verkrampft. Man merkt an solchen Situationen wie wichtig der erste Eindruck ist und dass eben doch jeder Mensch erstmal oberflächlich ist und nach dem Erscheinungsbild urteilt. Bei mir ist es dann immer so: Ich stelle mich vor und im nächsten Augenblick wird sich von mir leicht abgewandt. Fange ich jedoch an zu reden, kann man fast zuschauen wie überrascht das Gegenüber ist und heimlich seine Meinung über mich ändert. Und ja, ich musste es mir auch schon des Öfteren anhören wie eingebildet ich im ersten Moment rüber komme und im zweiten Moment alles wieder gut mache, weil ich einfach anfange zu reden. Man merkt bei mir also immer erst im zweiten Moment, dass ich eigentlich ganz nett bin.

Das Problem an der Sache ist, ich finde meinen ernsten Blick gar nicht so schlecht, denn ich bilde mir ein dadurch erwachsener zu wirken und habe schon öfters versucht den perfekten Moment des emotionslosen Blickes mit der Kamera festzuhalten. Bis jetzt habe ich es nur sehr wenige Male geschafft. Ich gucke halt doch irgendwie blöd….

Ich will euch damit sagen, dass nicht immer der erste Eindruck zählt und bei mir schon gar nicht. Ich möchte euch gern ein wenig über mich erzählen, damit ihr einfach wisst wer ich bin und mit wem ihr es hier zu tun habt. Ich habe wirklich komische Charaktereigenschaften und schon allein deshalb ist es Zeit euch ein wenig mehr von mit zu verraten.

Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch und habe vor viel zu vielen Dingen Angst. Eine Eigenschaft die mir oft meinen Alltag schwer macht, denn auch vor neuen Bekanntschaften habe ich manchmal etwas Angst. Vielleicht liegt dies auch an meiner Schüchternheit, ich weiß es nicht. Ich bin aufgeregt sobald ich weiß, dass ich auf neue Menschen treffe und dies ist wohl auch der Grund warum ich mich bis heute noch nicht auf einem Bloggerevent habe sehen lassen. Ich habe also nicht nur etwas Angst vor neuen Menschen, ich habe auch vor vielen anderen Dingen Angst. Ich setzte mich also nur sehr sehr ungern in ein Flugzeug und bin bis jetzt immer geschickt um so etwas herum gekommen. Ich habe Angst auf Autobahnen und überhaupt vor Situationen in denen einfach etwas passieren könnte. Mein Motto ist immer: Vorsicht ist besser als Nachsicht und so versuche ich immer vorher die Eventualitäten für mich abzuwägen. Meine Vorsicht und die damit verbundene Angst gewinnen oft und das ist leider nicht immer gut und leicht für mich.

Genau deshalb bin ich auch ein sehr nachdenklicher Mensch. Ich grübele den ganzen Tag über alle möglichen Dinge und philosophiere oft vor mich hin. Oft zerdenke ich auch viele Dinge und verliere dadurch meine Spontanität die ich eigentlich an mir sehr mag.

Ich bin ein Ordnungsfreak und mag keine Unordentlichkeit. Ich räume manchmal gefühlte zwanzig mal am Tag hinter dem Mini her, weil ich es einfach nicht sehen kann wenn die Bude im Chaos versinkt. Bevor der Mini da war, war das noch viel schlimmer und ich war ständig am putzen und aufräumen. Erst seit dem der Mini da ist, habe ich gelernt den Haushalt auch einfach mal liegen zu lassen denn es hat ja doch oft einfach keinen Sinn. Ihr kennt es ja sicherlich selbst. Man hat entweder den ordentlichen Haushalt oder das Kind in der Wohnung. Beides zusammen funktioniert einfach nicht. Dennoch versuche ich die Bude auf Vordermann zu halten und auch heute muss ich mich manchmal bremsen und mich einfach lockerer machen.

Ich habe meinen eigenen Kopf, ja den habe ich wirklich und ich lasse mir nur sehr ungern etwas sagen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich keinen guten Rat möchte. Es kommt eher daher, weil ich in meinem Kopf schon längst eigene Vorstellungen und Ideen von etwas habe. Habe ich diese Ideen in meinem Kopf erstmal perfektioniert, kann mich kaum jemand davon abhalten diese auch umzusetzen. Ich muss meine Vorstellungen einfach umsetzten, sonst würde sich bei mir Unzufriedenheit breit machen.

Genauso ist es wohl auch bei den Dingen die ich beruflich machen sollte. Kein Wunder das ich das Bloggen für mich entdeckt habe. Ich kann meine eingeben Ideen umsetzten und darüber selbst entscheiden. Die Ideen lassen sich schnell umsetzten und man sieht nach kurzer Zeit schon das Ergebnis der eigenen Arbeit. Ich wollte als Teenager auch eigentlich immer in die Richtung Webdesign gehen und bereue es heute sehr diesen Weg nicht gegangen zu sein. Es wäre mein Ding gewesen und hätte sehr gut zu mir gepasst. Ich habe dafür ja das Bloggen für mich gefunden und bin damit sehr zufrieden. Der Blog ist meine eigentliche Verwirklichung und ich mag es sehr allein an diesem Projekt arbeiten zu können.

Ich bin ein Mensch der sehr gerne lacht und tue es dennoch viel zu selten. Im Alltag und gerade im Familienalltag ist man oft gestresst und vergisst die Dinge einfach mal mit Humor zu sehen. Eigentlich tue ich dies sehr gern und möchte am liebsten sehr viel mehr Dinge mit Humor sehen. Früher ist mir das sehr viel leichter gefallen, denn als Mutter wird man eben doch etwas ernster und vernünftiger. Man hat Verantwortung und weiß das natürlich auch. Ich denke auch über diese Sache sehr viel nach und mein Ziel ist es auf jeden Fall eine lockerere Mutter zu werden die einfach mal über gewisse Dinge lacht und nicht die strenge Mutter heraus hängen lässt.

Ich bin sehr gern Mutter und wollte auch nie etwas anderes werden. Ich wusste schon sehr zeitig, dass für mich eine kleine intakte Familie das erfüllendste sein würde und das lasse ich mir auch nicht nehmen. Ich ein Mensch der im Hier und Jetzt lebt. Jetzt im Moment befinde ich mich in einem Alter in dem ich gern Mutter bin und versuche meine eigene kleine glückliche Familie aufzubauen. Ich kann es mir natürlich vorstellen noch mehr Kinder zu bekommen und den Platz dafür schaffen wir ja gerade auch. Für mich besteht das Leben aus vielen verschiedenen Stationen und ich möchte mir für jede davon viel Zeit nehmen und diese natürlich auch richtig ausleben. Es werden noch viele Stationen in meinem Leben kommen und jede wird einzigartig sein und mein Leben bereichern. Meine letzte Station war mitten im Arbeitsleben und ich habe wie eine verrückte gearbeitet und Weiterbildungen absolviert. Meine derzeitige Station ist die, an der die eigene Familie an erster Stelle steht. Natürlich gehe ich nach wie vor viel arbeiten, nur würde ich gerade gewissen Entscheidungen zu Gunsten der Familie entscheiden. Ich bin also kein egoistischer Mensch, sondern möchte, dass es uns allen gut geht.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ich eine gelangweilte Mutti bin die sich den ganzen Tag mit Muttikram beschäftigt. Ich interessierte mich natürlich auch sehr dafür mein Leben selbstbestimmt zu führen und so habe ich auch alle Entscheidungen bisher in meinem Leben selbst getroffen. Ich stehe sehr gern auf eigenen Beinen und versuche auch oft alles ganz allein zu wuppen. Das heißt, ich lasse mir viel zu selten helfen und möchte mir vielleicht auch dadurch oft selbst etwas beweisen. Ich vergesse mich selbst beim dem ganzen Mutti-Karriere-Ding natürlich nicht und tue auch einfach mal etwas für mich selbst. Eigentlich könnte man sagen es gibt bei mir von allem etwas. Muttizeug, Mädchenkram und Karrieredinge und alle interessieren mich natürlich. Ich würde allerdings einige Dinge über Bord werfen, sobald es meinem Kind schlecht gehen würde…

Ich merke gerade, dass ich noch stundenlang weiter schreiben könnte aber irgendwann wird auch dem letzten Leser das Scrollen zu viel werden. Ich würde euch gern gerade alles von mir erzählen und doch reicht es für heute erstmal. Ich hoffe ihr konntet euch ein besseres Bild von mir machen. Das wichtigste dabei ist, dass ich ein netter Mensch bin und das ich sehr selten zu jemandem nein sagen kann…

 

 

 

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